Bürger sagen: Nein!

Die Bürgerinitiative „Nein zum Gewerbegebiet SZ/BS“ hat am Montagnachmittag eine
24-stündige Verkehrszählung am Verkehrsknotenpunkt in Üfingen/Hauptstraße/abknickende Vorfahrt gestartet und mit einem Banner auf ihren Protest aufmerksam gemacht.
Es ist die erste öffentlichkeitswirksame Aktion der Bürgerinitiative, die sich am 7. November gegründet hat und mittlerweile 52 Mitglieder hat.

(Quelle Salzgitter-Zeitung)

Alle lauern auf die Machbarkeitsstudie

Erste Ergebnisse zum interkommunalen Gewerbegebiet liegen vor. Die Bürgerinitiative fordert mehr Transparenz.

Auf der Stadtgrenze von Braunschweig und Salzgitter, wo derzeit größtenteils Rüben, Weizen und Mais angebaut werden, könnte in den nächsten Jahren das größte Industrie- und Gewerbegebiet der Region entstehen.
Die beiden Städte arbeiten derzeit an einer Machbarkeitsstudie für das interkommunale Mammutprojekt. Anfang 2018 sollen die Ergebnisse vorgestellt werden. In den angrenzenden Dörfern wächst derweil die Sorge: Die Menschen fragen sich, was in ihrer direkten Nachbarschaft entstehen soll. Von rund um die Uhr produzierenden Betrieben hatten die beiden Oberbürgermeister bereits im April 2016 gesprochen, als sie die Idee erstmals öffentlich vorstellten. Den Städten geht es um Steuereinnahmen und um die Schaffung von Arbeitsplätzen. Insbesondere in Braunschweig ist die Ausweisung größerer Gewerbeflächen an anderer Stelle kaum noch möglich. Dass auf den Feldern im Südwesten Braunschweigs irgendwann ein Gewerbegebiet entstehen könnte, hätte eigentlich niemanden überraschen dürfen: Seit rund 40 Jahren ist im Flächennutzungsplan eine gewerbliche Baufläche vorgesehen – die Anschlüsse an Autobahn, Stichkanal und Schiene sind optimal. Die Größe des geplanten Projekts hat jedoch viele aufgeschreckt: 300 Hektar umfasst das Areal, damit ist es um ein Vielfaches größer als die meisten der umliegenden Dörfer.

Bauern protestieren gegen Thieder Gewerbepark

Ex-Ratsherr Hartmut Leopold weiß: Die Hälfte der Fläche auf Salzgitter-Gebiet gehört Landwirten.

Der Widerstand gegen das interkommunale Gewerbegebiet Stiddien/Beddingen, das die Städte Braunschweig und Salzgitter bei Thiede planen, ist gewachsen, seit sich Anfang November in Üfingen eine Bürgerinitiative (BI) gegründet hat. Sie ruft die Bevölkerung im Nordosten des Stadtgebiets zum Protest gegen die zu erwartende Verkehrsbelastung durch die Ansiedlung von 24-Stunden Betrieben auf. Und zusätzlich zum Engagement der Vereinigung „Nein zum Industriegebiet Salzgitter/Braunschweig“ gibt es auch weiterhin Widerstand der betroffenen Landwirte.

09.11.2017 Bericht zur Gründerversammlung der Bürgerinitiative aus der Salzgitter Zeitung vom 09.11.2017

(Quelle Salzgitter Zeitung, von Karen Fröhlich)

Der Widerstand gegen das interkommunale Großvorhaben der beiden Städte Salzgitter und Braunschweig vor den Toren Üfingens hat nun auch in Salzgitter einen Namen.
Am Dienstagabend haben rund 40 Bürger im Üfinger Dorfgemeinschaftshaus die Bürgerinitiative „Nein zum Industriegebiet Salzgitter/Braunschweig“ (BI) aus der Taufe gehoben. Vorsitzender ist der Üfinger Eberhard Hentschel (67). Er wird vertreten von Holger Braumann. Ein zweiter Stellvertreter wird noch gesucht. Sprecher des momentan 39 Mitglieder zählenden Vereins ist Jürgen Becker aus Sauingen.
Die weiteren Posten im Vorstand bekleiden Maike Reusche (Schriftführerin), Kerstin Rudahl (Kassenwartin), Stephan Behrens und Daniel Bäuerle (Kassenprüfer).
Hinzu kommen werden als Beisitzer die Sprecher der fünf Arbeitsgruppen Rechtsgrundlagen (Willi Korowski), Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit (Jürgen Becker), Verkehr (noch offen), Umwelt und Tierschutz (Holger Braumann) sowie Grund und Boden.
Für letztere haben sich am Gründungsabend noch keine Mitstreiter gefunden. Wer sich für das Thema – hier geht es unter anderem um das Abklopfen der Besitzverhältnisse und der Verkaufsbereitschaft – interessiert, kann sich beim Vorstand der BI melden.

„Es ist an der Zeit, dass wir unserem
Oberbürgermeister Grenzen aufzeigen.“

Eberhard Hentschel, Vorsitzender der
Bürgerinitiative

Kommt Gewerbegebiet 2018?

Erste Prüfergebnisse für interkommunales Vorhaben liegen vor.

Quelle: Salzgitter-Zeitung vom 14.11.2017 von Michael Kothe

Kommt das umstrittene interkommunale Gewerbegebiet Stiddien-Beddingen - Arbeitstitel: Inge - 2018? Oder obsiegen Proteste von Landwirten und der neuen Bürgerinitiative "Nein zum Industriegebiet Salzgitter/Braunschweig"? Eine Entscheidung könnte die Machbarkeitsstudie bringen, die die Räte der betroffenen Großstädte im Frühsommer in Auftrag gegeben haben. Sie soll Anfang 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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